Bao

Spielweise

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Das Bao ist ein vietnamesisches Instrument.
Es hat nur eine Saite, die mit einem Hebel in der Tonhöhe glissandoartig verändert werden kann.
Die Töne werden erzeugt durch Anreissen der Saite mit einem Stäbchen. Gleichzeitig berühert die Hand ganz bestimmte Stellen der Saite um Flagolettöne zu erzeugen.

Komische Oper Berlin 4. Dezember 1999

Uraufführung

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Cappriccio für Violine und Orchester
Komponist: Siegfried Matthus
Solistin: Yamei Yu (Violine)
bao-Solo: Jürgen Naumann
Musikalische Leitung: Vladimir Jurowski

Öffentliche Vorführung im Foyer der Komischen Oper Berlin
mit dem Komponisten Siegfried Matthus

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Das "Capriccio für Violine und Orchester" ist ein Auftragswerk, dass der Komponist SIEGFRIED MATTHUS für die damalige Konzertmeisterin der Komischen Oper YAMEI YU geschrieben hat. Die chinesiche Herkunft der Solistin hat den Komponisten veranlasst das Bao, was er von einer Vietnamreise mitgebracht hat, in die Komposition mit einzubauen. um der Musik eine asiatische Komponente hinzuzufügen. Entstanden ist somit ein ausergewöhnlich interessantes Werk mit einem gewissen exotischen Reiz. Das Problem war nur einen geeigneten Bao-Spieler zu finden. Da alle Versuche gescheitert waren einen asiatischen Instrumentalisten für diese Aufgabe zu gewinnen, setzte der Komponist alle Hoffnung auf mich. So habe ich in wenigen Wochen ein Instrument gelernt, das sich in der Spieltechnik völlig von den mir gewohnten Zupfinstrumenten unterscheidet. Am Ende ist diese gewaltige Herausforderung durch ein erfolgreiches Konzert belohnt worden. Die gute Zusammenarbeit mit dem Komponisten wird mir in ewiger Erinnerung bleiben.